Lastwagen stößt mit Regional-Zug zusammen

Tutzing/Pfaffenhofen Beim Zusammenstoß eines Kleinlasters mit einem Regionalzug sind gestern an einem beschrankten Bahnübergang nahe Tutzing am Starnberger See vier Menschen teils schwer verletzt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen überquerte der Lastwagen kurz vor 5 Uhr die Gleise an dem mit Halbschranken versehenen Bahnübergang in Diemendorf. Zu dem Zeitpunkt erreichte auch der in Richtung München fahrende Zug den Übergang.

Bei dem Zusammenstoß wurde der Laster völlig zerstört und vom Gleisbett geschleudert. Der Lastwagen wurde von dem Zug 400 Meter weit mitgerissen, der erste Waggon entgleiste. Der 43 Jahre alte Lastwagenfahrer aus Dachau kam mit nicht lebensbedrohlichen Kopfverletzungen in eine Klinik. Der Lokführer und die beiden Zugbegleiter wurden leicht verletzt. Die rund 30 Insassen des Regionalzuges kamen mit dem Schrecken davon. Die Polizei prüft Hinweise, wonach der Lastwagenlenker um die bereits geschlossene Halbschranke herumfuhr. Nach Angaben der Deutschen Bahn funktionierte die Schrankenanlage einwandfrei. Dennoch veranlasste die Polizei ein Gutachten. Die Bahnstrecke zwischen München und Garmisch-Partenkirchen blieb zwischen Tutzing und Weilheim bis zum Abend gesperrt. Es verkehrten Ersatzbusse.Erhebliche Störungen im Bahnverkehr gab es auch auf der Strecke Nürnberg-München, nachdem am Mittwochabend nach einem Unwetter bei Pfaffenhofen ein Gleis unterspült worden war. Die Beseitigung der Schäden dauerte bis gestern Mittag. Bis dahin fielen nach Angaben der Bahn rund 30 Regionalzüge aus, weil die Strecke nur einspurig befahrbar war. Im Fernverkehr gab es zum Teil erhebliche Verspätungen, da ein Teil der Fernzüge über die deutlich langsamere Strecke über Augsburg umgeleitet werden musste.

Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr kam es zwischen München und Ingolstadt zu Zugausfällen und Verspätungen. Die Regionalbahnen zwischen Pfaffenhofen und Ingolstadt wurden durch Busse ersetzt. Der Nürnberg-München-Express pendelte nur zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Im Fernverkehr wurden nur die 300 Stundenkilometer schnellen ICE-Züge der Linie Köln-München über die Neubaustrecke geführt. Die ICE-Züge zwischen München und Berlin und Hannover-Hamburg fuhren dagegen über Augsburg. Dadurch kam es zu Verspätungen von mindestens 40 Minuten.

10 Kommentare
  1. Die Frage interessiert mich aber auch brennend, warum ist der LKW-Fahrer um die geschlossene Schranke herum gefahren. Normal würde ich ja jetzt sagen: „er dachte wie immer, das hat ja sonst immer geklappt warum Heute nicht“, aber Heute ist es schief gegangen.

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